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Gut am Anfang. Gut in der Mitte. Gut am Ende.

Gehen viele UnternehmerInnen die Einführungs-, Wachstums- und Reifephase ihres Unternehmens noch sehr passioniert an, wird jedoch das Ende von vielen am liebsten ausgeblendet. Doch woran liegt das? Warum es aber wichtig ist, das Finale nicht außer Acht zu lassen, zeigt das folgende kleine Gedankenspiel, das Sie mitnimmt auf die Reise der Selbstständigkeit.

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.

Dieses Zitat von Matthias Claudius gilt auch für UnternehmerInnen, die auf ihrer Reise der Selbstständigkeit so manches erleben. Damit die verschiedenen unternehmerischen Phasen gut gemeistert werden können, dürfen drei wichtige Eigenschaften dabei im Reisegepäck nicht fehlen: Entdeckergeist, Investitionsbereitschaft und Durchhaltevermögen.

Gut ausgerüstet und hoch motiviert geht es los ins Abenteuer Selbstständigkeit.

Gut am Anfang.

Die Reise startet in der Regel enthusiastisch und hoch motiviert. Das Ziel ist noch klar vor Augen, alle Aktivitäten werden darauf ausgerichtet. Und es ist klar, dass für den Gang in die Selbstständigkeit finanzielle Mittel für das richtige Equipment eingesetzt werden müssen. Um Maschinen anzuschaffen, die besten Mitarbeiter zu engagieren, Gebäude zu finanzieren, Lieferanten zu bezahlen und so weiter und so fort.

Als Zündschlüssel dient dabei der Entdeckergeist. Dieser ist wichtig, weil er aus der eigenen Komfortzone herauslockt. Schließlich könnte man ja auch im sicheren Angestelltenverhältnis bleiben. Doch wenn der Drang, mit der eigenen Geschäftsidee etwas bewegen wollen und damit sein eigener Chef sein zu können, unüberhörbar wird, dann ist es Zeit, den Schlüssel umzulegen.

Gut in der Mitte.

Die Route wurde berechnet, der Motor ist warm gelaufen, die ersten Erfolgsmomente konnten gefeiert werden. Doch auch die durchdachteste Reiseroute der Selbstständigkeit birgt ungeahnte Hindernisse und Stolpersteine.

Weil vieles eben beim Laufen passiert und unsere Welt nicht linear verläuft. Es können Krisen auftauchen, selbst verschuldete ebenso wie solche, die einer höheren Gewalt unterliegen.

An dieser Stelle braucht man den kraftspendenden Proviant namens Durchhaltevermögen. Und damit einhergehend das unternehmerische Urvertrauen, dass jede überwundene Krise zu einer Ressource werden kann. Und sicherlich spielt hier auch der Entdeckergeist eine wichtige Rolle. Dieser macht in Zeiten der Krise erfinderisch und lässt einen vielleicht mit der Erweiterung der Ursprungsidee noch einmal neu durchstarten.

Gut am Ende?

Doch irgendwann neigt sich auch die spannendste Reise der Selbstständigkeit dem Ende zu.

Hiermit geht jeder anders um. Wo der eine merkt, dass das Ende unumgänglich ist und sich schon auf die Zeit danach vorbereitet, möchte ein anderer die schöne Zeit, in der man so viel erlebt hat, nicht vergehen lassen und zögert das Ende über Gebühr hinaus. Wieder ein anderer scheut sich vor der Abschlussbetrachtung und möchte am liebsten nichts mehr damit zu tun haben.

Aber gerade zum Ende der Reise stehen noch einmal wichtige Entscheidungen an. Wie soll es weitergehen? Wer soll die wertvolle Landkarte des Unternehmens übernehmen? Und vor allem in welcher Verfassung soll das Unternehmen an die Nachfolger übergeben werden?

Die Gründe für die nachlassende Bereitschaft, sich auch in dieser Phase zu engagieren, sind vielfältig.

Vielleicht waren die Entbehrungen kumuliert über die Jahre doch größer, wodurch nun zum Schluss einfach die Puste ausging. Vielleicht hat sich aber die (Geschäfts-)welt so sehr verändert, dass es schwer wird, die komplexen Zusammenhänge zu durchschauen und die nötigen Innovationsschritte inklusive der entsprechenden Investitionen zu tätigen. Oder vielleicht ist der Wunsch nach mehr Zeit für sich und der Familie größer geworden.

“Nimm nur die Erinnerungen mit, hinterlasse nichts außer Fussspuren.” Zitat Chief Seattle

Fakt ist

Die schönste Reise bleibt nur dann in guter Erinnerung, wenn sie zu allen Zeiten gut gemeistert wurde.

Gut am Anfang.
Gut in der Mitte.
Gut am Ende.

Ron „Kunga“ Lacoste

Und das bedeutet, dass auch die Zeiten gewürdigt werden, die vermeintlich schwieriger scheinen als vielleicht andere. Deshalb spielt besonders das würdige Finale eine überaus wichtige Rolle. Schließlich ist dies der letzte Eindruck, der am Ende bei allen Beteiligten übrig bleibt.

Statt „Nach mir die Sintflut“ sollten abschließend noch einmal „die Fahnen gehisst“ werden und die drei Eigenschaften – Entdeckergeist, Investitionsbereitschaft und Durchhaltevermögen – nochmals aktiviert werden.

Konkret heißt das: Auch diese Phase noch einmal mutig und offen durch die Entdeckerbrille anschauen, sich Hilfe holen an Stellen, wo man selbst vielleicht nicht mehr weiterkommt und sich nicht gegen neue Technologien und die daraus folgenden Investitionen verschließen.   

Warum es sich lohnt?

Weil dadurch …

  • das Unternehmen bestens für die hohen zukünftigen Anforderungen gerüstet ist,
  • die Nachfolger ebenfalls gut gerüstet sind für den Übergang und den Einstieg in ihre Selbstständigkeit,
  • alle Mitglieder der Unternehmerfamilie auch nach dem Nachfolgeprozess ein gutes Verhältnis zueinander haben,
  • das Lebenswerk gebührend gewürdigt wird und dadurch auch in der Retrospektive ein gutes Gefühl bei allen Beteiligten erzeugt,
  • keine offenen Rechnungen übrig bleiben, die verhindern, dass das Leben nach dem Unternehmen wirklich genossen werden kann.

Wird dies beherzigt, so wird die Reise der Selbstständigkeit zu einer runden Sache und wird sicherlich allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.

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